OLG Köln: Sorgerecht - Entscheidung über Teilnahme am Religionsunterricht

Kinder nehmen durch Religionsunterricht und Schulgottesdienst keinen Schaden, die Teilnahme ist vielmehr ihrer Bildung förderlich. Bei einem Streit ist die elterliche Sorge für diesen Bereich auf den Elternteil zu übertragen, der die Teilnahme wünscht.
Die Ehe der Eltern wurde 2009 geschieden. Seit der Trennung leben die 2006 geborenen Zwillinge bei der Mutter. Die Ausübung des Umgangsrechts durch den Vater war zu jeder Zeit von erheblichen Konflikten geprägt. Im Sommer 2012, mit der Einschulung der Kinder, kam es zu einem Streit der konfessionslosen Eltern über die Teilnahme am Religionsunterricht und Schulgottesdienst. Der Vater wünscht eine Teilnahme und hat beantragt, ihm die alleinige Sorge darauf begrenzt zu übertragen. Die Mutter will hingegen von ihrem Grundrecht auf Religionsfreiheit Gebrauch machen. Bei der Erziehung der Kinder spiele Religion keine Rolle. Jugendamt und Verfahrensbeistand halten die Teilnahme am Religionsunterricht für sinnvoll. Der Vater bekam Recht, der Antrag der Mutter auf Aussetzung der Vollziehung wurde zurückgewiesen.
Az 12 UF 108/12, Beschluss vom 18.4.2013

 

 
 
 

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